ANKÜNDIGUNGEN

Viele Hürden, wenig Haftung: Wie können Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen ihre Rechte in Deutschland einklagen?

04. November 2014, 12:30 bis 18:30, Humboldt-Universität, Berlin

Veranstalter: ECCHR, European Coalition for Corporate Justice, CorA Netzwerk für Unternehmensverantwortung

 

Hindernisse, Lücken, Schwierigkeiten: Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Ausland stellen immer wieder fest, dass sie ihre Rechte in Deutschland nicht einklagen können – selbst wenn deutsche Unternehmen an den Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind.

 

Aktuelle Studien wie "Unternehmen zur Verantwortung ziehen - Erfahrungen aus transnationalen Menschenrechtsklagen" von Brot für die Welt, ECCHR und MISEREOR sowie der European Coalition for Corporate Justice (ECCJ) und von Amnesty International dokumentieren, woran Geschädigte in unterschiedlichen Ländern scheitern, wenn sie gegen Unternehmen vor Gericht ziehen. Wie auch andere Menschenrechtsorganisationen und Juristen empfehlen sie konkrete Reformen, um die Rechtsschutzmöglichkeiten zu verbessern.

 

Mögliche rechtliche und politische Lösungsansätze wollen wir auf unserer Konferenz diskutieren.

Kolumbien: Endlich eine Chance auf Frieden?

06. November 2014, 19:30 Uhr, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Veranstalter: Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit kolko e.V., MISEREOR und ECCHR

 

Luis Guillermo Pérez, Menschenrechtsverteidiger und Vorsitzender des Anwaltskollektivs José Alvear Restrepo - CCAJAR
Monseñor Gustavo Girón Higuita, Bischof der Diözese Tumaco/Kolumbien
Barabara Lochbihler, MdEP Die Grünen/EFA, außen- und menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses Menschenrechte des Parlaments

 

Moderation: Bernd Pickert, die tageszeitung taz

 
Sprache: Spanisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

 

Seit zwei Jahren verhandelt die kolumbianische Regierung unter Juan Manuel Santos mit der ältesten Guerillagruppe Lateinamerikas (FARC) über die Beendigung des internen bewaffneten Konflikts. Dieser hat in den vergangenen 50 Jahren über fünf Millionen Opfer gefordert. Eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Friedensgespräche, aber sie haben in dem polarisierten und von Misstrauen geprägten Land auch mächtige und einflussreiche Gegner. Dennoch scheint ein Verhandlungsabschluss zum ersten Mal realistisch. In drei von fünf Verhandlungspunkten, darunter die so wichtige Landfrage, wurden bereits Teilvereinbarungen unterzeichnet. Aktuell steht der Umgang mit den Opfern des Konflikts auf der Tagesordnung und – ein weltweites Novum – Vertreter/innen von Opfer-gruppen werden in den Verhandlungen angehört. Zur Erlangung von Wahrheit und Gerechtigkeit liegen verschiedene Vorschläge zivilgesellschaftlicher Gruppen vor, u.a. von CCAJAR.

 
Die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen unterstützen die Friedensgespräche. In diesen Tagen wirbt der kolumbianische Präsident auf einer Reise nach Deutschland und in fünf weitere europäische Länder für ein starkes Engagement für die Zeit nach einer möglichen Friedensvereinbarung.

 
Welche Bilanz der Friedensverhandlungen kann nach zwei Jahren und drei Teilvereinbarungen gezogen werden? Welches sind die konkreten Partizipationsmöglichkeiten der Gewaltopfer und der Zivilgesellschaft? Welchen Herausforderungen steht die Gesellschaft nach der Beendigung des bewaffneten Konflikts gegenüber? Welche Hindernisse sind auf dem Weg zu einem nachhaltigen Frieden zu überwinden? Welche Vorschläge, Erfahrungen oder Rechtsrahmen können helfen, der Wahrheit – Gerechtigkeit – Wiedergutmachung – Nicht-Wiederholung – Versöhnung näher zu kommen? 

Weitere Informationen:

Helena Uran Bidegain
E-Mail: helena.uran@gmx.de