ANKÜNDIGUNGEN

Deutschlands Verantwortung für den US-Drohnenkrieg im Jemen

15. Oktober 2014, 19:00 Uhr, ECCHR Berlin

Veranstalter:ECCHR und Reprieve (London)

 

Faisal bin Ali Jaber, verlor zwei Angehörige in einem Drohnenangriff im Jemen
Kat Craig, Reprieve
Andreas Schüller, ECCHR

 
Fünf Raketen, abgefeuert von US-Drohnen, schlugen am Abend des 29. August 2012 in Khashamir im Osten des Jemen ein. Faisal bin Ali Jaber war wie viele andere aus seiner Großfamilie zu einer Hochzeit in sein Dorf gereist. Er überlebte den Drohnenangriff, sein Schwager und sein Neffe aber wurden von den Raketen getötet, andere Verwandte sind bis heute traumatisiert. Eingebunden in den Drohnenangriff war der US-Militärstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz. Doch die Bundesregierung weist bisher jede Verantwortung für den Tod von Zivilisten im US-Drohnenkrieg zurück.

 

Faisal bin Ali Jaber berichtet über den Drohnenangriff ebenso wie über seine Aktivitäten in den USA und Europa, um Drohnenangriffe in seiner Heimatregion zu beenden.

 

Kat Craig, Legal Director der internationalen Menschenrechtsorganisation Reprieve (London), vertritt jemenitische und pakistanische Angehörige von Opfern des Drohnenkriegs. Sie spricht über rechtliche Schritte jemenitischer Kläger in verschiedenen Ländern.

 

Andreas Schüller, Leiter des Bereichs Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung des ECCHR, analysiert die verfassungsrechtliche Verantwortung Deutschlands für die Nutzung der US-Air Base Ramstein bei Drohnenangriffen.

 

Die Veranstaltung findet in Englisch statt.

 

Wir bitten um Anmeldung unter info@ecchr.eu und freuen uns auf Ihr Kommen.

Being a Radical Female Lawyer: Challenges and Vision

13. October 2014, 19:00 to 21:00, ECCHR office, Berlin

Organized by: ECCHR, Bertha Foundation

 

Introduction:
Wolfgang Kaleck, Secretary General ECCHR, and Jennifer Robinson, Bertha Foundation

 

A Discussion with:

Alejandra Ancheita, Executive Director, Proyecto de Derechos Económicos, Sociales y Culturales (ProDesc), Mexico
Lisa Chamberlain, Deputy Director, Centre for Applied Legal Studies (CALS), South Africa
Nomzamo Zondo, Director of Litigation, Socio-Economic Rights Institute (SERI), South Africa
Isha Khandelval, Bertha Fellow Lawyer, Jagdalpur Legal Aid Group, India
Julia Duchrow, Head Legal Advisor, Human Rights and Peace Desk, Brot für die Welt, Germany

Viele Hürden, wenig Haftung: Wie können Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen ihre Rechte in Deutschland einklagen?

04. November 2014, 12:30 bis 18:30, Humboldt-Universität, Berlin

Veranstalter: ECCHR, European Coalition for Corporate Justice, CorA Netzwerk für Unternehmensverantwortung

 

Hindernisse, Lücken, Schwierigkeiten: Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Ausland stellen immer wieder fest, dass sie ihre Rechte in Deutschland nicht einklagen können – selbst wenn deutsche Unternehmen an den Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind.

 

Aktuelle Studien wie "Unternehmen zur Verantwortung ziehen - Erfahrungen aus transnationalen Menschenrechtsklagen" von Brot für die Welt, ECCHR und MISEREOR sowie der European Coalition for Corporate Justice (ECCJ) und von Amnesty International dokumentieren, woran Geschädigte in unterschiedlichen Ländern scheitern, wenn sie gegen Unternehmen vor Gericht ziehen. Wie auch andere Menschenrechtsorganisationen und Juristen empfehlen sie konkrete Reformen, um die Rechtsschutzmöglichkeiten zu verbessern.

 

Mögliche rechtliche und politische Lösungsansätze wollen wir auf unserer Konferenz diskutieren.