ANKÜNDIGUNGEN

Interdisziplinäre Fachseminare zum Istanbul-Protokoll

05./06. Juli und 26./27. Juli 2014: Düsseldorf und München

Anmeldung ab jetzt!

 

Etwa 30 Prozent der Flüchtlinge, die Westeuropa erreichen, sind Opfer schwerer Gewalt. Sie leiden oft unter schweren psychischen und teileweise auch körperlichen Symptomen. In Asylverfahren sind ärztliche und psychotherapeutische Gutachten jedoch selten gefragt. Eine Strafverfolgung der Täter wird trotz des Weltrechtsprinzips der Antifolterkonvention kaum versucht.

 

Die Professur für Ethik in der Medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und das Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) bieten gemeinsam mit der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum (mfh) im Sommer 2014 eine Reihe interdisziplinärer Fachseminare zur Untersuchung und gerichtsverwertbaren Dokumentation von Folter und anderer schwerer Misshandlung an.

Unternehmen zur Verantwortung ziehen: Erfahrungen aus transnationalen Menschenrechtsklagen

3. Juli 2014, 16:30, Brot für die Welt, Berlin

Veranstalter: Brot für die Welt, ECCHR, Misereor

 

Internationale Freihandelsabkommen und nationale Gesetze erleichtern Unternehmen den weltweiten Zugang zu Märkten und Rohstoffen. Den negativen Auswirkungen dieser Investitionen stehen die Betroffenen mangels effektiver juristischer oder sonstiger Beschwerdemechanismen oft schutzlos gegenüber. Die aktuelle Rechtslage in Deutschland und der EU macht es nahezu unmöglich, hier ansässige Unternehmen für ihre Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen in Drittländern haftbar zu machen. Welche tatsächlichen und rechtlichen Hindernisse im Einzelnen bestehen, analysierenBrot für die Welt, MISEREOR und ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights e.V.) anhand der gemeinsamen Studie„Unternehmen zur Verantwortung ziehen: Erfahrungen aus transnationalen Menschenrechtsklagen“.