ANKÜNDIGUNGEN

Das Recht der Schwächeren: Argentinien, Guatemala, Sri Lanka und Irak - Strategien im Kampf gegen die Straflosigkeit

23. September 2014, 17:00 bis 21:00, Humboldt-Universität Berlin

Veranstalter: medico international, ECCHR, Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte der Humboldt Universität

 

Ob Menschenrechtsverbrechen aufgeklärt und juristisch verfolgt werden, ist weniger Frage der Beweislage, als eine Frage der Macht. Juristinnen und Juristen nutzen deshalb nicht nur geschickt die Spielräume der nationalen (Sieger-)Justiz, um widrige Machtkonstellationen zu unterlaufen. Sie initiieren auch Prozesse vor nationalen Gerichten anderer Staaten oder fordern von internationalen Institutionen die Strafverfolgung vergangenen Unrechts ein.


Anhand emblematischer Beispiele juristischer Aufarbeitungsprozesse untersuchen wir, mit welchen Rechtsinstrumenten und Strategien Straflosigkeit national und international erfolgreich bekämpft werden kann. Wann scheitert der juristische Weg an politischer Macht? Welche Entwicklungen nimmt das Weltrechtsprinzip aktuell? Und was bedeutet das für die Praxis transnationaler Menschenrechtsarbeit?

Viele Hürden, wenig Haftung: Wie können Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen ihre Rechte in Deutschland einklagen?

04. November 2014, 12:30 bis 18:30, Humboldt-Universität, Berlin

Veranstalter: ECCHR, European Coalition for Corporate Justice, CorA Netzwerk für Unternehmensverantwortung

 

Hindernisse, Lücken, Schwierigkeiten: Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Ausland stellen immer wieder fest, dass sie ihre Rechte in Deutschland nicht einklagen können – selbst wenn deutsche Unternehmen an den Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind.

 

Aktuelle Studien wie "Unternehmen zur Verantwortung ziehen - Erfahrungen aus transnationalen Menschenrechtsklagen" von Brot für die Welt, ECCHR und MISEREOR sowie der European Coalition for Corporate Justice (ECCJ) und von Amnesty International dokumentieren, woran Geschädigte in unterschiedlichen Ländern scheitern, wenn sie gegen Unternehmen vor Gericht ziehen. Wie auch andere Menschenrechtsorganisationen und Juristen empfehlen sie konkrete Reformen, um die Rechtsschutzmöglichkeiten zu verbessern.

 

Mögliche rechtliche und politische Lösungsansätze wollen wir auf unserer Konferenz diskutieren.