ANKÜNDIGUNGEN

Das Recht der Schwächeren: Argentinien, Guatemala, Sri Lanka und Irak - Strategien im Kampf gegen die Straflosigkeit

23. September 2014, 17:00 bis 21:00, Humboldt-Universität Berlin

Veranstalter: medico international, ECCHR, Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte der Humboldt Universität

 

Ob Menschenrechtsverbrechen aufgeklärt und juristisch verfolgt werden, ist weniger Frage der Beweislage, als eine Frage der Macht. Juristinnen und Juristen nutzen deshalb nicht nur geschickt die Spielräume der nationalen (Sieger-)Justiz, um widrige Machtkonstellationen zu unterlaufen. Sie initiieren auch Prozesse vor nationalen Gerichten anderer Staaten oder fordern von internationalen Institutionen die Strafverfolgung vergangenen Unrechts ein.


Anhand emblematischer Beispiele juristischer Aufarbeitungsprozesse untersuchen wir, mit welchen Rechtsinstrumenten und Strategien Straflosigkeit national und international erfolgreich bekämpft werden kann. Wann scheitert der juristische Weg an politischer Macht? Welche Entwicklungen nimmt das Weltrechtsprinzip aktuell? Und was bedeutet das für die Praxis transnationaler Menschenrechtsarbeit?

Interdisziplinäre Fachseminare zum Istanbul-Protokoll

05./06. Juli und 26./27. Juli 2014: Düsseldorf und München

Anmeldung ab jetzt!

 

Etwa 30 Prozent der Flüchtlinge, die Westeuropa erreichen, sind Opfer schwerer Gewalt. Sie leiden oft unter schweren psychischen und teileweise auch körperlichen Symptomen. In Asylverfahren sind ärztliche und psychotherapeutische Gutachten jedoch selten gefragt. Eine Strafverfolgung der Täter wird trotz des Weltrechtsprinzips der Antifolterkonvention kaum versucht.

 

Die Professur für Ethik in der Medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und das Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) bieten gemeinsam mit der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum (mfh) im Sommer 2014 eine Reihe interdisziplinärer Fachseminare zur Untersuchung und gerichtsverwertbaren Dokumentation von Folter und anderer schwerer Misshandlung an.