Europas tödliche Grenzen: Gerechtigkeit für die Opfer von Ceuta!

04. Februar 2019, 19:00, ECCHR Berlin

Veranstalter: ECCHR, Brot für die Welt

 

mit:

Nathan wurde beim Einsatz des spanischen Grenzschutzes am 6. Februar in Ceuta verletzt
Tresor, Aktivist von „Voix des migrants“
Patricia Fernández Vicens, Rechtsanwältin aus Spanien
Sophia Wirsching, Brot für die Welt
Carsten Gericke, Rechtsanwalt, ECCHR
 
„Schutz der EU-Außengrenze“ – was dieser euphemistische Begriff in der Realität bedeutet, hat Nathan am eigenen Leib erfahren. Der 16-Jährige war einer von 400 Flüchtlingen und MigrantInnen, die am 6. Februar 2014 versuchten, die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta vom Meer aus schwimmend zu überwinden. Die Guardia Civil, Spaniens paramilitärische Polizeieinheit, feuerten aus nächster Nähe Gummigeschosse auf sie. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben, viele weitere wurden zum Teil schwer verletzt. 23 Personen, die die Küste erreichten, wurden unmittelbar und ohne rechtliche Prüfung nach Marokko zurückgeschoben.

 
Das brutale Vorgehen in Ceuta ist symptomatisch für die gewaltsamen und unrechtmäßigen „Push-Backs“ an den EU-Außengrenzen. Die Rechte der Schutzsuchenden werden ignoriert. Die spanische Justiz nahm zwar strafrechtliche Ermittlungen wegen des Guardia Civil-Einsatzes auf, doch keiner der Verantwortlichen wurde bisher zur Verantwortung gezogen.

 
Nathan wurde an der spanisch-marokkanischen Grenze verletzt und dann nach Marokko deportiert. Er berichtet über Einzelheiten des Guardia Civil-Einsatzes am 6. Februar in Ceuta.

 
Tresor ist Initiator von „Voix des migrants“. Er kennt die Situation in Ceuta aus eigener Erfahrung und informiert über den Widerstand gegen die Abschottung an den EU-Grenzen.

 
Patricia Fernandez Vicens, Rechtsanwältin in Madrid, vertritt Angehörige der Todesopfer des Guardia Civil-Einsatzes. Sie spricht über das Ermittlungsverfahren in Spanien.

 
Sophia Wirsching, Referentin für Migration und Entwicklung bei „Brot für die Welt“. Sie analysiert die gesamt-europäische Verantwortung für die Abschottung an den Außengrenzen.

 
Carsten Gericke, Rechtsanwalt aus Hamburg, arbeitet zu Projekten des Programmbereichs „Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung“ des ECCHR.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter ">info@ecchr.eu.

Internationale Foto-Kampagne in Solidarität mit den Opfern von Ayotzinapa

Mitmachen!

 

Gemeinsam mit Tlachinollan Centro de Derechos Humanos de la Montaña, der Latinstock Foundation und anderen Menschenrechtsorganisationen in Lateinamerika ruft das ECCHR zu einer visuellen Kampagne in Solidarität mit den Studenten auf, die im September dieses Jahres in Iguala, im Bundesstaat Guerrero in Mexiko verschleppt und vermutlich ermordet wurden. 
Für die Foto-Kampagne arrangieren professionelle Fotografen oder Studenten Bilder, auf denen sie mit Banner, Sprachblasen, Einblendungen und anderen visuellen Mitteln ihre Unterstützung für die Studenten und deren Angehörige zum Ausdruck bringen. Die Botschaften sollen dem Einsatz der Familien und Freunde der Opfer von Ayotzinapa, die Wahrheit und Gerechtigkeit in Mexiko fordern, Nachdruck verleihen.
 

In Abstimmung mit Tlachinollan, als Organisation, die die Angehörigen der Opfer vertritt, werden Studenten- und andere Organisationen in Mexiko die Fotos der Kampagne verbreiten. Die Unterstützung durch Stundenten aus anderen Ländern ist für die Menschen in Mexiko von großer Bedeutung, stärkt sie doch ihren Einsatz für Gerechtigkeit und den Respekt der Menschenrechte.

Bilder in niedriger Auflösung können gesendet werden an:

tlachinollan.difusion@gmail.com
almoca@prodigy.net.mx
fundacion@latinstock.com
lunacornea.ci@gmail.com

© ECCHR, Berlin 2014

Austellung: "The Secret of Return"

bis 30. April 2015, ECCHR-Büros in Berlin

Veranstalter: ECCHR (Zossener Str. 55-58, 10961 Berlin)

 

Mit seinen Gemälden, Installationen und Performances erkundet Nghia Nuyen die philosophische Dimension des Individuellen und damit des Politischen. Nuyen floh im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie aus Saigon, wurde vom Schiff ‚Cap Anamur’ des ‚Deutsche Notärzte e.V.’ aufgenommen und ist seit 1981 in Deutschland beheimatet. Als Künstler inszeniert er die Überquerung eines Gewässers und gibt damit seiner Erfahrung von Flucht eine ritualisierte Dimension.

 

Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr