Frauen im Visier des kolumbianischen Militärs – Ein Fall für den Internationalen Strafgerichtshof

27. April 2015, 18:30, ECCHR Berlin

Veranstalter: ECCHR

 

mit:

Claudia Mejía Duque, Sisma Mujer (Kolumbien)
Prof. Dr. Beate Rudolf, Deutsches Institut für Menschenrechte
Anna von Gall, ECCHR
Wolfgang Kaleck, ECCHR
 
Vergewaltigung als Vergeltung, sexuelle Übergriffe als Mittel zur Unterdrückung, Stigmatisierung als Ausdruck militärischer Macht: Das sind weder vereinzelte noch zweitrangige Verbrechen im bewaffneten Konflikt in Kolumbien. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist Teil der Strategie des Militärs und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Als solche müsste die kolumbianische Justiz diese Verbrechen strafrechtlich verfolgen. Es gibt zwar spezielle Gesetze zur Gewalt gegen Frauen, doch nur wenige Fälle werden vor Gericht verhandelt – schon gar nicht, wenn die Täter hochrangige Mitglieder der Streitkräfte sind. Solange Kolumbien nicht in der Lage oder nicht willens ist, diese Straflosigkeit sexualisierter Gewalt gegen Frauen zu beenden, muss der Internationale Strafgerichtshof tätig werden.
 
Claudia Mejía Duque ist Direktorin der kolumbianischen Frauenrechtsorganisation Sisma Mujer. Sie arbeitet mit den Überlebenden sexualisierter Gewalt und wird über deren Schwierigkeiten, Zugang zu Recht und Gerechtigkeit zu bekommen, berichten.
 
Prof. Dr. Beate Rudolf ist Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Ihr Fokus wird auf dem Verhältnis der Menschenrechte von Frauen zum Völkerstrafrecht liegen.
 
Anna von Gall arbeitet im ECCHR zu „Gender und Menschenrechte“. Sie analysiert den völkerrechtlichen Ansatz im Kampf gegen die Straflosigkeit in Kolumbien, insbesondere die Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs.
 
Wolfgang Kaleck ist Gründer und Generalsekretär des ECCHR. Er wird die Veranstaltung moderieren.
 
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch statt.
 
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter ">info@ecchr.eu.
 

Internationale Foto-Kampagne in Solidarität mit den Opfern von Ayotzinapa

Mitmachen!

 

Gemeinsam mit Tlachinollan Centro de Derechos Humanos de la Montaña, der Latinstock Foundation und anderen Menschenrechtsorganisationen in Lateinamerika ruft das ECCHR zu einer visuellen Kampagne in Solidarität mit den Studenten auf, die im September dieses Jahres in Iguala, im Bundesstaat Guerrero in Mexiko verschleppt und vermutlich ermordet wurden. 
Für die Foto-Kampagne arrangieren professionelle Fotografen oder Studenten Bilder, auf denen sie mit Banner, Sprachblasen, Einblendungen und anderen visuellen Mitteln ihre Unterstützung für die Studenten und deren Angehörige zum Ausdruck bringen. Die Botschaften sollen dem Einsatz der Familien und Freunde der Opfer von Ayotzinapa, die Wahrheit und Gerechtigkeit in Mexiko fordern, Nachdruck verleihen.
 

In Abstimmung mit Tlachinollan, als Organisation, die die Angehörigen der Opfer vertritt, werden Studenten- und andere Organisationen in Mexiko die Fotos der Kampagne verbreiten. Die Unterstützung durch Stundenten aus anderen Ländern ist für die Menschen in Mexiko von großer Bedeutung, stärkt sie doch ihren Einsatz für Gerechtigkeit und den Respekt der Menschenrechte.

Bilder in niedriger Auflösung können gesendet werden an:

tlachinollan.difusion@gmail.com
almoca@prodigy.net.mx
fundacion@latinstock.com
lunacornea.ci@gmail.com

© ECCHR, Berlin 2014

Austellung: "The Secret of Return"

bis 30. April 2015, ECCHR-Büros in Berlin

Veranstalter: ECCHR (Zossener Str. 55-58, 10961 Berlin)

 

Mit seinen Gemälden, Installationen und Performances erkundet Nghia Nuyen die philosophische Dimension des Individuellen und damit des Politischen. Nuyen floh im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie aus Saigon, wurde vom Schiff ‚Cap Anamur’ des ‚Deutsche Notärzte e.V.’ aufgenommen und ist seit 1981 in Deutschland beheimatet. Als Künstler inszeniert er die Überquerung eines Gewässers und gibt damit seiner Erfahrung von Flucht eine ritualisierte Dimension.

 

Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr