Alejandra Ancheita
Alejandra Ancheita ist Vorstandsmitglied und
Anwältin des Projekts für ökonomische, soziale und kulturelle Rechte (ProDESC),
einer Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Mexiko-Stadt. Seit mehr als einem
Jahrzehnt arbeitet sie als Menschenrechtsverteidigerin in Mexiko und nahm im
Jahr 2005 am Trainingsprogramm für Menschenrechtsverteidiger an der Columbia
Universität teil. Nach ihrer Rückkehr gründete sie ProDESC, wo sie bis Dezember
2008 als Geschäftsführerin tätig war. Während ihrer Zeit bei ProDESC sowie als
Spezialistin für Klagen beim Menschenrechtszentrum Miguel Augustin Pro Juarez
(Centro de Derechos Humanos Miguel Augustìn Pro Juarez, Centro Pro) und beim
Zentrum zur Arbeitsunterstützung und Reflexion (Centro de Reflexión y Apoyo
Laboral, CEREAL), arbeitete Alejandra im Bereich der strategischen Klageführung
and als Verteidigerin für Menschenrechtsaktivisten und lokale Gemeinschaften.
Im Frühjahr 2010 kehrte Alejandra zu ProDESC zurück, wo sie derzeit den Bereich
Transitional Justice leitet. Darüber hinaus berät sie andere mexikanische
Organisationen.
Theo van Boven
Theo van Boven ist Honorarprofessor für internationales Recht am
Institut für Internationales und Europäisches Recht der Universität Maastricht.
Von 2001 bis 2004 war er UN-Sonderberichterstatter für Folter. Zuvor arbeitete er als Direktor für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen
und war Mitglied der UN-Unterkommission zur Förderung und zum Schutz der
Menschenrechte und dem Komitee zur Beseitigung jeder Form von
Rassendiskriminierung. Weiterhin war er erster Registrar des Internationalen Gerichtshof für das frühere Jugoslawien (ICTY)
und Chef der niederländischen Delegation bei der Staatenkonferenz zur
Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs, Präsident der
Niederländischen Vereinigung für Internationales Recht, Mitglied der
Internationalen Juristenkonferenz und Beiratsmitglied der Internationalen
Bewegung gegen jede Form von Rassendiskriminierung.
Reed Brody
Reed Brody ist juristischer Berater und Sprecher von Human
Rights Watch (HRW) in Brüssel. Er ist der Autor von drei HRW-Berichten über
Misshandlungen von Gefangenen durch die USA im Rahmen des sog. „Krieges gegen
den Terrorismus". Sein Engagement in der Verfolgung der ehemaligen Diktatoren
General Augusto Pinochet aus Chile und Hissène Habré aus dem Tschad wird in dem
neuen Dokumentarfilm „The Dictator Hunt" geschildert. Vor seinem Einsatz für
HRW führte er UN-Teams zur Untersuchung von Massakern in der Demokratischen
Republik Kongo und zur Überwachung der Einhaltung von Menschenrechten in El
Salvador. Er war an der Strafverfolgung von Menschenrechtsverletzungen in Haiti
beteiligt. In einem 1984 veröffentlichten Buch enthüllte er die Verbrechen der
von den USA unterstützten „Contras" an der nicaraguanischen Bevölkerung.
Weitere Informationen unter:
www.reedbrody.org
Colin Gonsalves
Nach Abschluss seines Studiums der Rechts-wissenschaften
im Jahr 1983 gründete Colin Gonsalves das
Human Rights Law Network und
entwickelte es zu einer nationalen Organisation mit über 200 Rechtsanwälten und
Rechtsanwalts-gehilfen, die in 28 Büros über ganz Indien verteilt operieren. Er
brachte zahlreiche Präzedenzfälle beim obersten Gericht sowie Berufungsgerichten
in unterschiedlichen Bundesstaaten ein. Zu diesen Fällen zählt der bekannte „Recht
auf Nahrung“-Fall, der eine der größten Ausweitungen konstitutioneller Rechte
beinhaltete, die die indische Gesellschaft in den letzten Dekaden erlebt hat.
Herr Gonsalves hat eine Fülle von Artikeln und Büchern zu unterschiedlichen
Menschenrechtsaspekten geschrieben und herausgegeben. Für seine inspirierende
Arbeit wurde er 2005 mit dem internationalen Menschenrechtspreis der
amerikanischen Anwaltskammer ausgezeichnet. 2010 wurde er ihm die Ehrendoktorwürde
(honoris causa), der Universität Middlesex in Großbritannien verliehen.
Ebenfalls in 2010 wurde ihm in Anerkennung seines bemerkenswerten Beitrags zur
Rechtsberatung in Menschenrechtsfragen der Mutter Teresa Gedächtnispreis für
soziale Gerechtigkeit verliehen.
Florian Jeßberger
Florian Jeßberger ist Professor für Strafrecht, insbesondere Internationales Strafrecht, an der Universität Hamburg. Zuvor hatte er die Lichtenberg-Professur für Internationales Strafrecht und Strafrechtsvergleichung an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Er war als Gastwissenschaftler u.a. an der University of California in Berkeley (USA), an der Universität Neapel (Italien) sowie an der University of Western Cape in Kapstadt (Südafrika) tätig. Er ist Mitherausgeber des Journal of International Criminal Justice, Mitherausgeber der Oxford Companion to International Criminal Justice und hat zahlreiche Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten des internationalen und vergleichenden Strafrechts veröffentlicht. Weitere Informationen
Manfred Nowak
Manfred Nowak ist Professor für Internationales Recht und Menschenrechte an der Universität Wien und Co-Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte (BIM). Zwischen 2004 und 2010 war Manfred Nowak UN-Sonderberichterstatter für Folter. In dieser Funktion legte er u.a. einen kritischen Bericht über das US-Gefangenenlager Guantánamo vor, worin er den USA vorwarf, gegen internationale Menschenrechtsstandards zu verstoßen. Manfred Nowak sitzt einer der Besuchskommissionen des Menschenrechtsbeirats des österreichischen Innenministeriums vor. Seit 2010 ist er außerdem Vize-Präsident der österreichischen UNESCO-Kommission. Zudem ist Manfred Nowak langjähriges Mitglied der Internationalen Juristenkommission (ICJ).
Annemie Schaus
Annemie Schaus ist Rechtsanwältin und Professorin für Internationales und Öffentliches Recht am Zentrum für Öffentliches Recht (Centre de droit public) an der Freien Universität Brüssel/Belgien (Université libre de Bruxelles). Schaus promovierte zum Thema ‚Die Umsetzung internationaler Pflichten im föderalen Staat'. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Öffentlichen Recht, Europarecht und Völkerrecht.
Peter Weiss
Peter Weiss ist weltweit einer der anerkanntesten und
innovativsten Menschenrechtsanwälte, Vizepräsident des Center for
Constitutionnal Rights (CCR), mit dem er seit 40 Jahren verbunden ist. Er praktizierte
als Anwalt in den USA und ist Vizepräsident der Internationalen Liga für
Menschenrechte, FIDH (La Fédération Internationale des Droits de l'Homme). Seit
mehreren Jahrzehnten ist Weiss aktiv in der Anti-Atomwaffen-Bewegung, momentan
als Präsident des Lawyers Committee on Nuclear Policy und Vizepräsident der
IALANA (International Association of Lawyers Against Nuclear Arms), deren
Präsident er vormals war. Er ist Mitglied im Vorstand von Americans for Peace
Now, einer Organisation, die für einen für beide Seiten gerechten Frieden im
Nahostkonflikt eintritt. In der Vergangenheit war er Präsident des American
Committee on Africa und Beiratsvorsitzender des Institute for Policy Studies in
Washington.