info
10-09-2014

Fabrikbrand in Pakistan: Betroffene bereiten Klage gegen KiK in Deutschland vor

10. September 2014 - Zwei Jahre nach dem Brand in der Textilfabrik Ali Enterprises in Karachi (Pakistan) verzögert der deutsche Textildiscounter KiK weiter die Verhandlungen über Entschädigungen, die den Schaden der Überlebenden und Hinterbliebene langfristig kompensieren. Sollte KiK nicht in Kürze ein Angebot machen, sind die Betroffenen bereit, KiK vor einem deutschen Gericht zu verklagen. "Den Betroffenen geht es um Gerechtigkeit. Sie wollen, dass KiK sich endlich der Verantwortung für seine ausländischen Zulieferbetriebe stellt“, sagte Miriam Saage-Maaß vom ECCHR. Das ECCHR unterstützt derzeit sechs Familien bei der juristischen Aufarbeitung des Brandes und bei der Vorbereitung einer Klage auf Schadensersatz in Deutschland.

Weiterlesen

19-08-2014

Indisches Gericht fordert von Unternehmen Stellungnahmen zu Medikamententests

Im Verfahren zur Verletzung von Menschenrechten im Rahmen klinischer Studien hat der Oberste Gerichtshof von Indien von den beteiligten Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline (UK) und Merck (USA) eine Stellungnahme gefordert. Mit seiner Entscheidung erkennt das Gericht auch ein Gutachten an, das das ECCHR am 11. Februar zur Unterstützung des Verfahrens eingereicht hatte. Darin forderte die Organisation, die Haftung von Pharmaunternehmen bei den Medikamentenstests zu untersuchen. 2009 waren 24.000 Mädchen in den indischen Bundestaaten Gujarat und Andhra Pradesh gegen das humane Papillomavirus (HPV), das Gebärmutterhalskrebs verursachen kann, geimpft worden.

Weiterlesen

01-08-2014

Nestlé: Schweizer Justiz verweigert Gerechtigkeit

Das Schweizer Bundesgericht hat die Beschwerde der Witwe des ermordeten kolumbianischen Gewerkschafters von Sinaltrainal und Nestlé-Arbeiters Luciano Romero mit Urteil vom 21. Juli 2014 abgelehnt. Diese hatte sich gegen die Einstellung der Ermittlungen zur Verantwortlichkeit von Nestlé für die Ermordung ihres Ehemannes gewehrt. Das Bundesgericht bestätigte die Rechtsauffassung der Staatsanwaltschaft und des Kantonalgerichts, dass die Straftaten verjährt seien. Damit wich es von der Interpretation des Bundesrates und weiten Teilen der Literatur ab, dass es sich um ein Dauerdelikt handelt – das mithin im vorliegenden Fall nicht verjährt wäre.

Weiterlesen

13-05-2014

Meilenstein für Folteropfer im Irak und internationale Justiz: Ermittlungen gegen britische Militärs

Das ECCHR begrüßt die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag, Vorermittlungen gegen britische Militärs wegen Folter von Gefangenen im Irak aufzunehmen. „Die Wiedereröffnung der Untersuchung ist ein Meilenstein für die irakischen Opfer und für die internationale Strafjustiz“, sagte Generalsekretär Wolfgang Kaleck. „Die Doppelstandards müssen ein Ende haben.“ In Folge der Entscheidung des IStGH im Mai erwartet das ECCHR nun ernsthafte Ermittlungen – sei es durch die Anklagebehörde beim IStGH oder durch die britische Justiz. „Auch die Rolle der militärischen und politischen Vorgesetzten muss untersucht werden: Sie tragen die größte Verantwortung für die systematische Folter und müssen endlich zur Rechenschaft gezogen werden!“ Das ECCHR und die britische Anwaltskanzlei Public Interest Lawyers hatten im  Januar gemeinsam eine Strafanzeige beim IStGH eingereicht.

Weiterlesen

Wie Sie helfen können

Sie können die Arbeit des ECCHR unterstützen, indem Sie unsere Veranstaltungen besuchen, andere über unsere Arbeit informieren, mit uns diskutieren und natürlich, indem Sie für unsere Arbeit spenden. Weitere Informationen finden Sie hier.