Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte widmet sich erstmals Fall im "War on Terror"
Der
Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wird sich dem Fall
Khaled El-Masri widmen. Dies teilte die Open Society Justice Initiative,
Initiatorin der Klage, kürzlich mit. Damit untersucht der Gerichtshof erstmals
die Verantwortung eines europäischen Staats, Mazedonien, für Beihilfe zu
Menschenrechtsverletzungen im Rahmen des „War on Terror". Der deutsche
Staatsbürger Khaled El Masri war am 31. Dezember 2003 an der Grenze zwischen
Serbien und Mazedonien von Mitarbeitern des US-amerikanischen Geheimdienstes
Central Intelligence Agency (CIA) entführt worden. Dieser verdächtigte ihn
fälschlicherweise Mitglied der Al-Kaida bzw. Teil einer mutmaßlichen
islamistischen Terror-Szene in Neu-Ulm zu sein.
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ECCHR klagt gegen BRD im CIA-Fall El-Masri
Anfang Juni 2008 reichte das ECCHR eine Klage gegen die Bundesrepublik
Deutschland beim Verwaltungsgericht Berlin im CIA-Entführungsfall
Khaled El Masri ein. Mit dieser Klage soll die Bundesregierung juristisch dazu gezwungen
werden, ein Auslieferungsersuchen an die Vereinigten Staaten von
Amerika wegen der 13 mutmaßlich an der Entführung El Masris beteiligten
CIA-Agenten zu richten. Gegen die CIA-Mitarbeiter wurden bereits am 31.
Januar 2007 vom
Amtsgericht München wegen des dringenden Tatverdachts der schweren
Körperverletzung und Freiheitsberaubung Haftbefehle erlassen. Am 22.
September 2007 erklärte jedoch die Bundesministerin der Justiz, dass
sie davon absehe ein Auslieferungsersuchen an die Vereinigten Staaten
zu stellen.
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