Podiumsdiskussion zu den EU-Terrorlisten
Am 21. Mai 2010 fand eine Podiumsdiskussion, die unter anderen
vom ECCHR veranstaltet wurde, im Senatssaal der Berliner Humboldt Universität
statt. Unter dem Titel „Neuer Schritt zum Feindstrafrecht? Die EU-Terrorlisten
in Verbindung mit § 34 des Außenwirtschaftsgesetzes" sprachen die Rechtsanwältin
Britta Eder, die einen Angeklagten vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in
einem der Terrorismuslistenverfahren vertritt, Professor Andreas Paulus,
Richter am Bundesverfassungsgericht, und ECCHR-Generalsekretär Wolfgang Kaleck.
Wolfgang Neskovic, Bundestagsabgeordneter für die Partei „Die Linke" und
ehemaliger Bundesrichter, moderierte die Veranstaltung.
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Stellungnahme des ECCHR im Terrorismuslistenprozess
Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg muss erneut zu einer
EU-Terrorismusliste Stellung beziehen. Während in den bisherigen Verfahren
Betroffene gegen ihre Aufnahme in die Liste vorgingen, handelt es sich diesmal
um eine Vorlagefrage des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Das ECCHR hat ein
Rechtsgutachten in den Fall eingebracht.
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Wegweisendes Urteil zur EU-Terrorismusliste
Für nichtig erklärt wurden die Beschlüsse des
Europäischen Rats, wonach der in Holland exilierte philippinische Politiker und
Publizist Prof. Jose Maria Sison in die EU-Terrorismusliste eingetragen und
seine Konten eingefroren wurden. Dieses Urteil des Gerichts erster Instanz der
Europäischen Gemeinschaften vom 30.September 2009 dürfte weitreichende
Konsequenzen nach sich ziehen.
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ECCHR-Konferenz zu Terrorismuslisten in Brüssel
Die eintägige Konferenz des European Center for
Constitutional and Human Rights (ECCHR) am 20. Oktober 2009 an der Freien
Universität in Brüssel ist auf großes Interesse gestoßen. Auf dieser
berichteten Rechtsanwälte betroffener Personen und Gruppen über ihre praktischen
Erfahrungen mit den Aufnahmeverfahren in Terrorismuslisten. Deutlich wurde,
dass die exekutive Gewalt die Judikative durch ihre Entscheidungen ausschließt
und rechtsstaatliche Verfahrensstandards missachtet.
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Terrorismuslisten, Exekutivgewalt und Menschenrechte
Gemeinsam mit der Freien
Universität Brüssel veranstaltet das ECCHR am 20. Oktober 2009 eine prominent
besetzte internationale Konferenz über die Terrorismuslisten der Europäischen
Union und der Vereinten Nationen und deren Vereinbarkeit mit Grund- und Menschenrechten.
Auf der von zahlreichen weiteren Organisationen unterstützten Veranstaltung
werden Anwältinnen und Anwälte aus Europa, den USA und Kanada sowie
Wissenschaftler und Vertreter der EU sprechen. Die Praxis, hunderte von
Privatpersonen und Organisationen als Terroristen einzustufen, gehört zu den
umstrittensten Aspekten der Terrorismusbekämpfung und war zuletzt auch von
europäischen Gerichten verurteilt worden.
EU-Terrorismuslisten: Der Fall Sison geht weiter
Jose Maria Sison, der unter anderen vom Generalsekretär des European
Center of Constitutional and Human Rights, Wolfgang Kaleck, vertreten
wird, wurde am 30. April 2009 erneut in einem Verfahren vor dem Europäischen Gericht erster Instanz, mit welchem er die Löschung seines
Namens von einer schwarzen Liste der EU begehrt, gehört.
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